HOPE Austria/Österreich

Die Situation von Armutsbetroffenen in Österreich ist nicht die Beste.

Und sie wird sich-wenn die Kürzungen bei der neuen Sozialhilfe,die mit

1.1.2020 in Kraft treten soll, sicher noch viel dramatischer.

Familien die ihr Zuhause verlieren werden getrennt weil es nicht genug Einrichtungen gibt wo die Familien zusammen untergebracht werden können.

Alleinerziehende die bereits jetzt Schwierigkeiten mit den Wohnkosten haben werden  Sicherheit echt Probleme haben ihr Zuhause zu finanzieren.

Was da auf uns zukommen wird ist bestimmt ein Alptraum.

Aber auch Menschen die Mindestrente beziehen werden betroffen sein.

Die Einzigen die nicht betroffen sein werden sind all jene die sehr hohe Einkommen haben und die,die von den hohen Mieten profitieren.

Und dann noch die mangelnde Information über Hilfsangebote.

Nicht mal Menschen die in dem Bereich arbeiten finden sich da zurecht.

Wir von HOPE-Austria wollen die Menschen auf ihrem Weg durch diesen Behördendschungel unterstützen,beraten und begleiten.

Weil es nicht sein darf dass Menschen nicht zu ihrem Recht kommen weil sie sich überfordert fühlen.

Und auch nicht dass sie respektlos behandelt werden.

Nicht unterstützt sondern abgewimmelt werden.

Nicht alle Sozialarbeiter sind so-das weiß ich schon.

Aber einige eben doch.

Und darum wollen wir die Menschen auf ihren Amtswegen begleiten denn dann halten sich die schwarzen Schafe unter den Beamten zurück weil es dann ja Zeugen gibt.

Ich sage das bewußt so weil ich das nicht nur aus eigener Erfahrung weiß.

Ich fürchte wir werden ab Januar viel zu tun haben-es wäre toll wenn wir so viel Unterstützung wie möglich bekommen!

Regina Amer

Vorsitzende HOPE Austria

Wer immer uns unterstützen möchte ist herzlich eingeladen sich bei uns zu melden!

Kontakt: regina.hope(at)gmx.at

Bei der Tagung ging es um die Zukunft der Sozialarbeit.

Wie würde Sozialarbeit aussehen wenn wir das entscheiden könnten!

Es gab viele gute Ideen, angeregte Diskussionen.

Ich war eine der wenigen-eigentlich die Einzige soweit ich weiß die keine Sozialarbeiterin war.

Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv, es gab viele Fragen zum Wohnungslosentreffen, zu HOPE-Austria die ich gerne beantwortet habe.

Es war vielen wichtig dass sich Sozialarbeiter nicht mehr als sture Beamte sehen wollen sondern ihre Klienten dabei unterstützen wollen wieder auf die Beine zu kommen, sich neu orientieren und wieder selbst bestimmt zu leben.

Wenn das auch so umgesetzt und von den beteiligten Behörden unterstützt wird dann wäre das sicher gut und für alle Beteiligten der richtige Schritt in eine bessere Zukunft!

Für alle hoffen wir das Beste!

Als ich noch ein Kind war wurde mir immer mit dem Jugendamt gedroht wenn ich nicht gemacht habe was ich sollte.

Daher war mein 1. Kontakt zu meiner Sozialarbeiterin im Frauenhaus nicht unbedingt etwas auf das ich mich gefreut habe.

Aber Ülküm war echt der Hammer.

Sie hat mich nicht nur gefördert sondern auch gefordert.

Ich sie allerdings auch-mein ständiges JA ABER war sicher anstrengend für sie.

Sie hat mich unterstützt wo sie konnte aber auch auf Trab gebracht wenn es sein mußte.

Im Lauf der nächsten Jahre habe ich noch einige andere Sozialarbeiterinnen kennen gelernt.

Für mich ist das aber kein Beruf sondern Berufung!

Denn einfach ist es sicher nicht für Menschen da zu sein wenn es ihnen nicht gut geht,ihnen zuzuhören und mit ihnen gemeinsam zu überlegen wie es weiter gehen soll!

Vor allem in Zeiten wie diesen – aber auch da müssen Wege gefunden werden!

Mit Menschen zu arbeiten denen es nicht gut geht,die vielleicht auch noch Suchtprobleme haben ist sicher nicht imer einfach.

Aber genau deswegen sollte sich jeder gut überlegen ob er-oder sie- das auch wirklich möchte.

Denn-wie gesagt – das ist eher eine Berufung als ein Beruf.

Ja-das klingt hochtrabend.

Aber dieser Beruf ist sicher nicht für jeden geeignet weil es sehr viel Kraft erfordert.

Vor allem psychisch-es kann sehr belastend sein helfen zu wollen aber nicht immer zu können.

Seit der Gründung von HOPE-Austria im letzten Jahr hatte ich viel Kontakt zu Sozialarbeitern in der Wohnungslosenhilfe.

Und da waren viele tolle,engagierte Menschen dabei.

Leider auch welche die – aus meiner Sicht- nicht so gut waren.

Die mir einfach nicht meine Möglichkeiten gesagt haben,die-für mich,ohne Rücksprache mit mir zu halten-entschieden haben

Menschen so ganz ohne Mitgefühl und Respekt zu behandeln sollte in Zukunft absolut OUT sein.

Für die Zukunft wünsche ich mir-für mich und alle Betroffenen – Sozialarbeiter die diese Menschen so behandeln wie Ülküm mich behandelt hat.

Als Menschen die Unterstützung brauchen.

Aber weder bevormundend noch respektlos.

Die mit ihnen zusammen daran arbeiten wie es weitergehen soll,die ihnen Perspektiven zeigen,ihnen helfen wieder ihr Selbstwertgefühl zurückzubekommen.

Nicht Druck machen sondern ihnen ihr eigenes Tempo erlauben.

Ihnen nicht einen Plan machen ohne sie mit einzubeziehen und den knallhart durchziehen.

Das kann und wird mit Sicherheit scheitern weil sich die Menschen zurückziehen werden.

Und zum Abschluss noch eine Bitte!

Menschen die die Hilfe eines Sozialarbeiters oder einer Sozialarbeiterin brauchen sind nicht zwangsläufig dumm.

Um Ihre Unterstützung zu brauchen gibt es so viele Gründe wie es Menschen gibt.

Nicht immer sind es Alkohol und Drogen.

Jobverlust oder Scheidung ,Trennung,Tod des Partners sehr viel öfter.

Dann als armes Hascherl behandelt zu werden der es selber nicht auf die Reihe bringt,nicht für sich selber sorgen kann sollte in Zukunft nicht mehr passieren.

Menschen muß man als das behandeln was sie sind-MENSCHEN!

Nicht immer einfach aber Ihr Job ist ja auch kein einfacher aber enorm wichtiger Beitrag zur Gesellschaft!

Und eines sollte niemand vergessen-man kann sehr viel schneller auf der anderen Seite des Tisches sitzen als man denkt-und wie möchte man dann selber behandelt werden?

Lasst uns gemeinsam an einer guten Zukunft für ALLE arbeiten- weil es besser gemeinsam geht!