Corona news Austria

BAWO: Dringende Maßnahmen für obdach- und wohnungslose Menschen aufgrund des Corona-Virus Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzubremsen ist es notwendig, dass alle Bürgerinnen und Bürger zu Hause bleiben, und ihre Wohnung nur für unbedingte Besorgungen verlassen; alle Sozialkontakte sollen auf ein Minimum reduziert werden. Die BAWO weist darauf hin, dass die derzeitige Situation für Menschen, die von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffen sind, besonders herausfordernd ist: • Das Leben auf der Straße und in Armut hat bei vielen betroffenen Menschen zu chronischen Erkrankungen und einem insgesamt schlechten Gesundheitszustand geführt. • Obdach- und wohnungslose Menschen sind generell mit Barrieren zum Gesundheitssystem konfrontiert (z.B. aufgrund von Stigmatisierung, keiner aufrechten Versicherung). • Obdachlosen Menschen fehlt die Möglichkeit, sich in eine eigene Wohnung zurückziehen zu können, um Sozialkontakte zu vermeiden. • Obdachlose Menschen haben keine Möglichkeit, sich ausreichend mit Gesichtsmasken, Desinfektionsmitteln u.a. auszustatten. • Obdachlose Menschen haben keine Möglichkeit, sich Vorräte anzulegen, um Sozialkontakte zu vermeiden. • Obdach- und Wohnungslosigkeit stellt eine krisenhafte Lebenssituation dar, aufgrund der bedeutend weniger individuelle Ressourcen zur Bewältigung der derzeitigen Situation zur Verfügung stehen. Es braucht daher umfassende Maßnahmen, um diese besonders vulnerable Personengruppe zu schützen und eine weitere Verbreitung des Corona-Virus zu vermeiden. Die BAWO schlägt folgende Sofortmaßnahmen vor: 1. Obdachlosigkeit verhindern • Sofortige Aussetzung von Delogierungen. Ziel ist es Obdachlosigkeit nicht entstehen zu lassen. • Sofortige Aussetzung von Energie-Abschaltungen. Ziel ist es Menschen den Aufenthalt in ihrer Wohnung (mit Heizung, Kochmöglichkeit und Körperhygiene) zu ermöglichen. 2. Obdachlosen Menschen ermöglichen, sich zurückzuziehen und Sozialkontakte zu vermeiden • Alle Notquartiere und alle Notschlafstellen nach Möglichkeit ganztägig offenhalten. Ziel ist, dass sich obdachlose Menschen nicht im öffentlichen Raum aufhalten müssen und ihre Sozialkontakte minimieren können. • Alle Winter-Notschlafstellen bis auf weiteres offenhalten und ganztägig betreiben. Ziel ist, dass sich obdachlose Menschen nicht im öffentlichen Raum aufhalten müssen und ihre Sozialkontakte minimieren können. • Zusätzliche Wohnmöglichkeiten (nach Möglichkeit Einzelräume) bereitstellen, um die Sozialkontakte zu reduzieren. • Vermehrtes Streetwork und andere herausreichende Arbeit, um Menschen, die nicht in Kontakt zu stationären Angeboten sind, zu erreichen und zu informieren. • Sensibilisierung der Sicherheitsorgane im Umgang mit obdachlosen Menschen. Prinzip: „Beraten statt Strafen“. • Alternative Formen der Versorgung mit warmen Mahlzeiten entwickeln, die engen Sozialkontakt vermeiden und trotzdem niederschwellig und möglichst flächendeckend sind. • Ausweitung der gratis WLAN-Hotspots und Bereitstellen entsprechender Bandbreite in Ballungszentren, um obdachlosen Menschen den fernmündlichen Kontakt mit Familienangehörigen zu ermöglichen. • Unterstützung der ehrenamtlichen HelferInnen in den Wärmestuben, auch durch Bereitstellung von (ehemaligen) Zivildienern. • Ausweitung der Angebote an Tageszentren für obdachlose Menschen, denen keine anderen Aufenthaltsmöglichkeiten offenstehen. Ziel ist, dass sich obdachlose Menschen nicht im öffentlichen Raum aufhalten müssen und ihre Sozialkontakte minimieren können. 3. Ressourcen für die Wohnungslosenhilfe aufstocken • Aufstockung der personellen und finanziellen Ressourcen der Wohnungslosenhilfe, um den erhöhten Betreuungsaufwand aufgrund von gesundheitlichen, psychosozialen und persönlichen Krisen decken zu können. • Angebot alternativer Formen der psychosozialen Beratung und Betreuung, um Vereinsamung und sozialem Ausschluss entgegenzuwirken (Telefon- und/oder videounterstützt). • Bereitstellung ausreichender Schutzausrüstung für das Personal, um die Eigengefährdung zu minimieren. • Möglichkeiten der psychosozialen Unterstützung für das Personal insbesondere Supervisionen u.ä. in Form von telefonischen und/oder video-geführten Gesprächen. • Mehr Angebote für Menschen, die von Gewalt betroffen sind. Beengte und prekäre Wohnverhältnisse führen zu erhöhtem Stress und mehr Gewalt. Es braucht daher einen Ausbau von Unterbringungsangeboten für diese Menschen, insbesondere von frauenspezifischen Angeboten. • Schulungen der MitarbeiterInnen (insbesondere Streetwork) in der Vermittlung von Gesundheitsthemen, gut aufbereitetes Informationsmaterial (mehrere Sprachen, leichter lesen und für AnalphabetInnen) und mehrsprachige/muttersprachliche Beratung. 4. Barrieren im Zugang zum Gesundheitssystem aufgrund von Obdach- oder Wohnungslosigkeit abbauen • Zugang zu medizinischen Leistungen unabhängig von Krankenversicherung gewährleisten. Ziel ist es, dass auch Nichtversicherte medizinische Leistungen rechtzeitig in Anspruch nehmen. • Einen niederschwelligen Zugang zum Gesundheitssystem sicherstellen. Von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffene Menschen sollen sich ohne Angst vor Stigmatisierung behandeln lassen können. • Unbürokratischen Zugang zu externen Diensten herstellen (Heimkrankenpflege, Heimhilfe). Ziel ist es, die Aufnahme von KlientInnen aus Krankenhäusern zu erleichtern und damit den stationären Gesundheitsbereich zu entlasten. • Psychiatrische Hilfsangebote für NutzerInnen der Wohnungslosenhilfe ausweiten. 5. Notwendigkeit von Behördengängen einschränken • Behörden anweisen Fristen zu erstrecken, soweit dies möglich ist. Ziel ist es, die sozialen Kontakte einzuschränken und negative Folgen für KlientInnen zu verhindern. Dies betrifft insbesondere Kontakte zu AMS, Sozialhilfe-Stellen, Meldeämtern und Behörden, die mit fremden- und aufenthaltsrechtlichen Fragen beschäftigt sind. Die BAWO appelliert an die Bundesregierung und an die Bundesländer, Gemeinden und Kommunen diese Bevölkerungsgruppe nicht aus unserem solidarischen System auszuschließen, sondern ihr ebenfalls den bestmöglichen Schutz zukommen zu lassen. Diese Krise sollte Ansporn sein, nachhaltige, qualitativ hochwertige Angebote zu schaffen, um Wohnen für alle zu gewährleisten!

𝐔𝐏𝐃𝐀𝐓𝐄 𝐟𝐫𝐨𝐦 𝐁𝐄𝐑𝐋𝐈𝐍, 𝐆𝐄𝐑𝐌𝐀𝐍𝐘, 𝐟𝐫𝐨𝐦 𝐌𝐢𝐜𝐡𝐚𝐢𝐥 𝐊𝐡𝐨𝐫 𝐚𝐧𝐝 𝐃𝐔𝐍𝐞𝐰𝐬
To date, the German health system is doing a pretty good job of coping with the epidemic. With approximately the same number of cases as in France, Spain, and Italy, in Germany mortality is an order of magnitude lower. This once again suggests that the health system is working well here. She is truly socially oriented. Migrants, unemployed, old people, children, people with disabilities - almost all have health insurance.
What preventive measures were introduced in Berlin? First of all, those places where people can gather, but which are not of vital importance, were closed. This included, for example, restaurants, large shopping centers, clothing stores, etc.
There are no strict quarantine measures. People are not forbidden to leave the house. People can walk in the parks. They can go out. The only thing called for is to observe security measures.
Hospitals switched mainly to working with patients with coronavirus. That treatment of people that can wait is postponed until better times. Unfortunately, drug treatment has also been included in the list of medical services that can be postponed. For example, treatment of acute withdrawal symptoms or a reduction in the dosage of substitution therapy, which was previously supposed to be carried out in a hospital setting, is now being postponed. The option is being offered to do this gradually at home.
Praxis is a small clinic where patients are treated for HIV infection, receive hepatitis treatment, and are given replacement therapy. They also began to change the work schedule, and definitely for the better. Now they are trying to give out an opioid replacement therapy drug for a greater number of days. If before a person received enough drugs for one week, they are now being given enough for two weeks.
The community of people who use drugs has a small but significant number of people who live on the street and who do not have an apartment and/or permanent residence. The epidemic affected them very seriously. At the very beginning of quarantine they faced a very difficult situation. The shelters in which they spend the night are open until 6-7 in the morning, and then they are sent back onto the street. All rooms where they could rest are closed at this time. All spaces, for example cafes or shopping centers, where homeless people could rest are closed at this time.
Then, fortunately, the Senate of Berlin bought a hotel with 250 rooms. As a result, many people from the community found refuge there. Those staying in the hotel receive one room for four people, with a shower, equipped with a toilet inside, and three meals a day. It was expected that two more such places for 200-300 people would open, but so far this has not happened, and many people still live on the street.
Service organisations that deal with harm reduction programs, such as Fixpunkt, have switched to a five-day work schedule. Before this, mobile points worked three days a week. Thus, all services are provided.
The drug scene has not changed significantly. Dealers are still trading. Prices have not risen. The only difference is that the authorities have begun to pay more attention to ensuring that people do not gather in the subway, because, as in many large cities, dealers are often tied to the subway and metro stations.

𝐒𝐓𝐀𝐘 𝐈𝐍𝐅𝐎𝐑𝐌𝐄𝐃 - 𝐒𝐓𝐀𝐘 𝐒𝐀𝐅𝐄!
More info on COVID-19 and harm reduction:
drogriporter.hu/en/how-harm-reducers-cope-with-the-corona-pandemic-in-europe/
If you have updates from your city about COVID-19 and harm reduction, please send it to us at rightsreporter@rightsreporter.net!
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BUDAPEST, HUNGARY - 𝐓𝐡𝐞 𝐌𝐚𝐲𝐨𝐫 𝐨𝐟 𝐁𝐮𝐝𝐚𝐩𝐞𝐬𝐭 𝐃𝐞𝐟𝐢𝐞𝐬 𝐅𝐞𝐚𝐫-𝐦𝐨𝐧𝐠𝐞𝐫𝐢𝐧𝐠 𝐛𝐲 𝐇𝐨𝐬𝐭𝐢𝐧𝐠 𝐇𝐨𝐦𝐞𝐥𝐞𝐬𝐬 𝐏𝐞𝐨𝐩𝐥𝐞 𝐚𝐭 𝐭𝐡𝐞 𝐂𝐢𝐭𝐲 𝐇𝐚𝐥𝐥

After the ruling Fidesz party launched a smear campaign against opening a new homeless shelter in the Csepel neighbourhood of Budapest, the mayor decided to allow the homeless to stay at City Hall. Now Fidesz is attacking him for this action, claiming that it is part of a conspiracy by George Soros against Hungary.

In many European cities we can see generous measures implemented by city leaders to expand shelters for homeless people, who are one of the most vulnerable groups during the Covid-19 epidemic.

When the Mayor of Budapest, Gergely Karácsony (from the opposition Párbeszéd party) initiated plans to create a new shelter in the 21st district, Csepel, to ease overcrowding, the local district mayor (who belongs to the ruling party) launched a campaign against the plan. He installed posters on the streets, calling people to sign an online petition to protest against opening a homeless shelter in their neighbourhood. The pro-government press is mocking Mr. Karácsony by claiming that he “punishes Csepel by sending the homeless” there.

The Mayor of Budapest had to give up the plan to open the new shelter in Csepel and decided to instead host homeless people at City Hall. The building the mayor has opened for homeless people is currently being renovated. In the future it will house the Budapest Gallery, but for now it will shelter 500 homeless people. “It is not acceptable for us to reject those who are in the most difficult situation,” said Mr. Karácsony. “We could use the building in Csepel, which is our property, but we will host homeless people in our own City Hall building. We hope that we can save their health and lives.”

The ruling Fidesz party disagrees and shows no signs of social solidarity. What’s more, the District Mayor of the 5th District, where the City Hall is located, made a statement in the pro-government press against the plan to host homeless people there. According to Szilárd Németh, a Fidesz politician, the homeless shelter can be linked to the global conspiracy of George Soros against Hungary.

In reality, rather than plotting against Hungary, George Soros generously donated 1 million USD to Budapest to fight the Covid-19 crisis. From this donation the city bought masks and tests to support health hand social workers.

Homeless shelters had been extremely overwhelmed and overcrowded even before the Covid-19 epidemic in Hungary, where a ban on living on the street was added to the constitution in 2018, thereby criminalising homelessness. This situation has only escalated since the lockdown started. Many seasonal workers who lived at workers’ hostels lost their income and homes, and thousands of new people are turning up at the shelters and day kitchens as a consequence. There are reported outbreaks at multiple shelters now, despite quarantine measures. It was only the city council that provided protective equipment and tests to the clients and staff of shelters.

𝐒𝐓𝐀𝐘 𝐈𝐍𝐅𝐎𝐑𝐌𝐄𝐃 - 𝐒𝐓𝐀𝐘 𝐒𝐀𝐅𝐄
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𝐈𝐟 𝐲𝐨𝐮 𝐡𝐚𝐯𝐞 𝐮𝐩𝐝𝐚𝐭𝐞 𝐟𝐫𝐨𝐦 𝐲𝐨𝐮𝐫 𝐜𝐢𝐭𝐲 about Covid-19 and harm reduction, please send it to us at rightsreporter(at)rightsreporter.net!
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